Bockbieranstich

Willkommen zur fünften Jahreszeit in Franken – auch genannt die Hochsaison für Bierliebhaber. Sie beginnt zum Ende des Septembers und dauert bis in den Mai des nächsten Jahres hinein. Besonders an dieser Zeit ist der sogenannte Bockbieranstich, den verschiedene Brauereien ausrichten. Hierbei brauen die Brauereien ein hochprozentigeres Starkbier an, dass sich einer regen Beliebtheit erfreut […]

Willkommen zur fünften Jahreszeit in Franken – auch genannt die Hochsaison für Bierliebhaber. Sie beginnt zum Ende des Septembers und dauert bis in den Mai des nächsten Jahres hinein. Besonders an dieser Zeit ist der sogenannte Bockbieranstich, den verschiedene Brauereien ausrichten. Hierbei brauen die Brauereien ein hochprozentigeres Starkbier an, dass sich einer regen Beliebtheit erfreut und eine Besonderheit der Region Franken darstellt.

Der Sommer neigt sich ganz langsam dem Ende zu. Es wird langsam kälter, die Biergärten werden winterfest gemacht und schließen langsam. Doch das ist in Franken kein Grund zur Trauer. Nun wird wieder gemütlich zusammen gesessen und mitunter die Spezialität Bockbier der Brauereien Bambergs genossen. Um dieser besonderen Tradition einen geeigneten Rahmen zu bieten, feiern viele Brauereien ein Fest zum Bockbieranstich. Diese Feste sind sehr beliebt und haben einen ganz eigenen Charme.

Als Bierkenner und –Liebhaber ist es wahrlich ein Muss mal einen Bockbieranstich miterlebt zu haben. Die Feste der Brauereien haben eine lange Tradition, die mit viel Herzblut und Liebe aufrechterhalten werden. Es lohnt sich vor allem als Tourist einen solchen Bockbieranstich in einer der Bamberger Brauereien mitzufeiern, dieses besondere Bier in gemütlicher Gesellschaft zu kosten und dazu eine fränkische Spezialität zu probieren. Serviert wird fränkische Kost wie Schweinebraten, Haxen, Bratwürste mit Sauerkraut oder liebevoll zubereitete, deftige Brotzeiten.

Das Bockbier wird auch Fastenstarkbier genannt. Das kommt daher, dass die Wurzeln des Starkbiers im Mittelalter verankert liegen. Damals braute man das Starkbier, um während der katholischen Fastenzeit die Arbeitsfähigkeit der Mönche gewährleisten zu können. Das „flüssige Brot“ verhalf somit dazu, dass man genügend Kalorien zu sich nahm, aber nicht das Fasten brach. Von dieser Zeit stammt der Satz „Flüssiges bricht Fasten nicht“.

Das besondere am Bockbier ist, dass es ein untergäriges Starkbier ist, mitunter wird aber auch ein Weizenbockbier gebraut. Mit 6,5 bis 7,5 % hat es einen höheren Alkoholgehalt, als stärkeärmere Biere. Die Farbe des Biers unterscheidet sich je nach Brauerei und Stärkegehalt. So kann das Bockbier golden bis dunkelbraun gefärbt sein. Es riecht malzig, etwas süßlich und hat eine Hopfennote. Vom Geschmack her ist es kräftig und süffig, daher hat es nur ein geringes Bitteraroma, dafür aber eine leicht süßliche Note. Der Gehalt der Stammwürze beträgt mindestens 16 %, Doppelbockbiere haben sogar mehr als 18 %.

Die wichtige Stammwürze darf nicht mit dem Alkoholgehalt verwechselt werden. Die Stammwürze macht den Anteil gelöster Stoffe aus, die im Bier enthalten sind. Unter diesen Stoffen ist vor allem Malzzucker. Hinzu kommen Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Während der Gärung werden die gelösten Zucker in  Alkohol sowie Kohlensäure umgewandelt. Deshalb steht ein höherer Stammwürzeanteil direkt für einen höheren Alkoholgehalt. Denn je mehr Stammwürze, desto mehr Zucker und somit ein höherer Prozentanteil Alkohol.

Seien auch Sie dabei, wenn Bamberg die fünfte Jahreszeit feiert!

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