Schloss Geyerswörth

Stadtschloss in der Bamberger Altstadt

Nahe dem Alten Rathaus sehen Sie es schon stehen, das Schloss Geyerswörth. Sollten Sie es besuchen wollen und sie sind mit dem Auto angereist, können Sie dieses in der Tiefgarage Geyerswörth parken.

Vor einigen Jahren liebte hier die Patrizierfamilie Geyer. Da diese auch eine Flussinsel besaßen mit Namen Wörth, leitete sich daraus der Name für das Schloss ab. Im Jahre 1580 kaufte das Hochstift von Bamberg Schloss Geyerswörth und das Gelände um das Schloss herum. Auf dem erworbenen Grundstück gab es viele veraltete Gebäude, welche abgerissen wurden. Baumeister Erasmus Braun plante für die freigewordene Fläche eine Fünfflügelanlage, welche zwischen 1585 und 1587 erbaut wurde.

Das Schloss diente zu dieser Zeit als Residenz für die Fürstbischöfe und sie nutzen die Räumlichkeiten auch zu Repräsentationszwecken. Als 1705 dann aber die Neue Residenz fertiggestellt war, verlor Schloss Geyerswörth seine Bedeutung für die Bischöfe.

Als das Schloss gebaut wurde, herrschte Fürstbischof Ernst von Mengersdorf. Dieser wurde mit einem Wappen im Portal zum Innenhof geehrt. Im Innenhof versteckt sich noch ein weiteres Wappen: Das original Stadtwappen, was vorher am Alten Rathaus angebracht war. Es ist ein Rokokowappen, dass den Ritter St. Georg zeigt.

Schloss Geyerswörth muss einst ein prächtig ausgestattetes Gebäude gewesen sein. Von der einstmals prunkvollen Innenausstattung konnte leider nichts erhalten werden. Zwar wurden Teile des Renaissancesaales wiederhergestellt, doch original erhalten werden, konnte nichts. Der einzige Raum, der noch auf eine prunkvolle Vergangenheit hoffen lässt, ist ein Gewölberaum im Erdgeschoss. An der Gewölbewand finden Sie Ranken und absurde Gemälde, was die weibliche Verkörperung der Freien Künste zeigen soll.

Von 1623 – 1632 war dieses Schloss der Amtssitz des Hexenbrenners: Fürstbischof Johann Georg I, der Fuchs von Dornheim. Er war verantwortlich für die größten Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und verbrannte mindestens 600 unschuldige Männer, Frauen und Kinder.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Schloss Geyerwörth von schwedischen Bürgern komplett ausgeplündert. Danach war es eine geraume Zeit über nicht bewohnbar. Fürstbischof Voit von Salzburg, sorgte dann aber dafür, dass das Gebäude wieder bewohnbar gemacht wurde. Im Jahre 1904 ging das Schloss ins Eigentum der Stadt Bamberg über.

Heute werden die Wände der Räume von Kunstwerken und Skulpturen bereichert. Genutzt wird Schloss Geyerswörth vor allem für festliche Empfänge der Stadt Bamberg. Außerdem ist Schloss Geyerswörth der heutige Sitz des Sozialrates der Stadt Bamberg. Zu besichtigen sind die Innenräume des Schlosses leider nicht. Stattdessen können Sie aber den im 16. Jahrhundert angeschlossenen Schlossturm besteigen. Bevor Sie oben ankommen, müssen Sie 132 Stufen hinter sich lassen, aber sie werden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt! Von der Höhe aus können Sie die Altstadt erkennen mit der Oberen und Unteren Brücke, das Alte Rathaus, den Domberg, dem Dom und bei gutem Wetter den Michelsberg mit dem Kloster Sankt Michael. Der Schlüssel für den Turm ist für jeden bei der Touristen Information zu bekommen. Momentan kann der Turm leider nicht besucht werden. Doch sobald Sie sich wieder in die luftigen Höhen begeben können, werden wir Sie hier darüber informieren.

Jedes Jahr findet in dem wunderschönen Innenhof das Fränkische Weinfest statt. Hier können Sie regionale Weine verkosten und es sich bei einem Glas Wein und ein paar Snacks gemütlich machen.