Aufsessianum

Zwischen Dom und Michelsberg liegt das nach Jodoeus Bernhard Freiherr von Aufsess benannte Aufsessianum Bamberg.

Dieser vermachte  vermachte Mitte des 18. Jahrhunderts sein gesamtes Vermögen von knapp 300.000 rheinische Gulden den Bistümern  Bamberg und Würzburg. Als Zweck für diese Spende wünschte er sich die Gründung eines Seminars in Bamberg. Diesem Wunsch entsprach man und verpflichtete den angesehenen Bamberger Architekten Justus Heinrich Dietzenhofer das Gebäude zu erbauen. Nach kurzer Bauzeit wurde im Jahr 1741 der Bau eingeweiht.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts eignete sich das Aufsessianum einen Ruf als angesehenes Internat an, an welchem viele Schüler unterrichtet wurden. Im Rahmen der Säkularisation wurde jedoch am 24.10.1803  die Auflösung der Schule angeordnet. Erst im Jahre 1831 wurde das Internat wiedereröffnet. Da zwischen den Jahren 1873 bis 1879 die Schülerzahl stetig anstieg, veranlasste man den Ausbau des Aufsessianums zur heutigen Anlage mit ihren drei Flügeln.

Am Ende des zweiten Weltkriegs funktionierten die Alliierten die Schule  kurzzeitig zum Lazarett um. Ab 1946 übergaben sie die Schule jedoch wieder zurück in die Hände der Deutschen, welche hier wider ein Knabeninternat unter katholischer Leitung einrichteten. Mit der Zeit wurden die Aufnahmeregelungen am Aufsessianum zunehmend offener und die Schule damit moderner. So durften Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend auch immer mehr externe Schüler die Schule besuchen. Mädchen jedoch erhielten erst viel später die Möglichkeit sich für einen Platz im Aufsessianum anmelden. Seit 2007 befindet sich im Aufsessianum auch eine 2-und 3- stufige Wirtschaftsschule.

Große Bekanntheit, vornehmlich in Deutschland, erreichte das Aufsessianum durch den Film „ Das fliegende Klassenzimmer“ von 1973 mit Joachim “Blacky” Fuchsberger in der Hauptrolle als Lehrer Dr. Justus Bökh. Hier diente die Schule nicht nur als Kulisse, sondern sogar namentlich erwähnt wurde.

Aufseßstraße 2
Bamberg 96049 BY DE
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