Flugplatz Bamberg-Breitenau

Der Flugplatz Bamberg-Breitenau ist die Heimat des Aero-Club Bamberg, gilt als Sonderlandeplatz und gehörte bis 2012 noch den ansässigen US Streitkräften.

Der Bamberger Flugplatz ist einer der ältesten Flugplätze Deutschlands. Bereits im Jahr 1909 kam es an der Breitenau zu ersten Segelflügen durch Freizeitpiloten. Hier entzündete sich unter anderem auch die Leidenschaft des legendären, deutschen Flugzeugkonstrukteurs Wilhelm “Willy” Emil Messerschmitt.

Zu einer ersten militärischen Nutzung des Areals kam es im Rahmen der Gründung der Königlich Bayerischen Fliegertruppe. Diese nutzte ab 1912 Exerzierplatz an der Breitenau, welcher von 1916 bis 1918 sogar eine Kriegsfliegerschule beherbergte. Zwischen 1918 und 1933 diente der Flugplatz Bamberg-Breitenau vornehmlich für den zivilen Flugsport. Mit zunehmender Bedeutung des Nationalsozialismus ging man jedoch zu einer vormilitärischen Ausbildung über und nutzte das Areal während des Krieges sogar als Stützpunkt für die deutsche Luftwaffe.

Im Rahmen der alliierten Besetzung Bambergs im Jahr 1945 nahmen die US-Streitkräfte auch den Flugplatz im Bamberger Osten an sich und verwendeten ihn als Militärflugplatz. Erst ab 1951 kam es auch wieder zu einer zivilen Nutzung des Geländes durch deutsche Piloten. Bei vielen Bambergern löste diese Öffnung wieder eine Euphorie sowohl für Flugzeugtechnik, als auch fürs Fliegen selbst aus. So kam es unter anderem zur Gründung einer Fliegerkameradschaft durch Bamberger Reservisten. Diese löste sich jedoch nach einem tragischen Unfall mit vier Todesfällen im Jahr 1976 wieder auf. Die Nutzung durch die Luftrettungsstaffel Bayern erfolgt erst seit dem Jahr 1969.

Mit dem Abzug der Amerikaner aus der Domstadt kam es 2012 auch zu einer Rückgabe des Flugplatzes an die BRD. Der Betreiber der Anlage ist seitdem der Aero-Club Bamberg. Im Rahmen der Unternehmensansiedlung von Brose im Bamberger Osten kam es auch zu einem Modernisierungsbeschluss für den Flugplatz durch die Stadt Bamberg. Die damit eingehenden internationalen Sicherheitsstandards erschweren leider en zutritt zu dem Gelände für die Bevölkerung der Stadt. Andererseits bietet die Erweiterung der Start und Landebahn den Piloten nun eine weitaus höhere Sicherheit.

Zeppelinstraße 18
Bamberg 96052 BY DE
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